Verlassen

Es gibt Zeiten, da kann man nicht in Worte fassen, was man empfindet. Aber es gibt Musik, die mehr ausdrückt, als Worte sagen können. Zur Zeit höre ich oft das Lied “Abandoned” von Alexander Rybak. Denn es bringt das Gefühlsdilemma, das ich gegenüber dem Bild des von den Christen als Gott angebeteten Jesus empfinde, mit jeder Note und jedem Wort so gut zum Ausdruck, als ob es nur zu diesem Zweck geschrieben worden wäre:

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5 Antworten auf Verlassen

  1. Roderich sagt:

    Schoenes Lied.
    Hmm. Andere Frage: welche Gefuehle hat Jesus ueber Dich im Moment ?
    ;-)

  2. Immanuel sagt:

    Freuet euch mit den sich Freuenden, weinet mit den Weinenden. (Römer 12, 16)

    Ich könnte mir vorstellen, dass er mit mir darüber weint, dass ich solange an einem Zerrbild von ihm gelitten habe. Und dass er sich mit mir freut, dass diese Zeiten bald vorbei sein werden.

  3. Daniel sagt:

    @ Immanuel: Ich denke, es sind Menschen von denen wir uns verlassen fühlen, weil ihnen Gott, Vater, Sohn und heiliger Geist näher sind, als ihre Mitmenschen, Freunde oder gar ihr eigen Fleisch und Blut. Beim Sicherheitstraining lernt man, dass man immer dahin schauen soll wohin man fahren will, also auf die Lücke und nicht auf das Hindernis, dem man ausweichen will. Vielleicht sollten wir uns “einfach” mehr auf die Menschen konzentrieren, die uns um unserer selbst willen schätzen, als auf die, die uns wegen unseres Bildes von Gott “verlassen”. Zugegeben, letztere sind Anfangs praktische alle. Aber es gibt von der ersten Sorte viel mehr als man anfänglich vermutet. Und die/der eine oder andere sicher ganz in Deiner Nähe ;-) .

  4. Immanuel sagt:

    @Daniel: Ich freue mich riesig, dass du meinen Blog mit deinen Kommentaren beehrst!

    Ich bin ganz deiner Meinung, auch wenn ich den Menschen, denen Gott, Vater, Sohn und heiliger Geist näher sind als andere Menschen, nicht absprechen möchte, dass sie mich trotzdem auch um meiner selbst willen schätzen. Ich weiß, dass es sie schmerzt, dass ich mich verlassen fühle, und doch können leider nur die wenigsten etwas dagegen tun. Ich würde sagen: Harte Schale (Religion) – weicher Kern (Mensch).

    Und die/der eine oder andere sicher ganz in Deiner Nähe ;-) .

    Also die Entfernung München – Berlin würde ich nicht als Nähe bezeichnen ;-) . Wann zieht er denn jetzt nach Berlin, oder müssen wir wieder nach München kommen? :-D

  5. Daniel sagt:

    @Immanuel: Ich weiß, dass einige, von denen ich mich ausgegrenzt fühle, mich dennoch um meiner selbst willen schätzten und lieben. Ich kann aber nachempfinden wie es sich anfühlt, vom Bruder zum Bekannten oder bestenfalls Freund zu werden. Immerhin habe ich es vom erst- und eingeborenen zum verlorenen Sohn gebracht.

    Vom Mond aus gesehen sind Berlin und München nicht zu unterscheiden ;-) und ganz alleine bist Du in Berlin ja auch nicht :-) . Wir bleiben also erst mal in München ;-) .

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