Die Gene Sarrazins

Ich muss jetzt doch mal etwas zu der ganzen Gen-Debatte sagen: Es werden ständig Beobachtung und Interpretation bezüglich genetischer Sachverhalte vermischt.

Die jüdischen Gene

Wie sehr ethnische Gruppen durch genetische Gemeinsamkeiten verbunden sind (oder auch nicht), ist erst einmal Gegenstand einer wertfreien Beobachtung durch die Wissenschaften. Was diese herausfinden ist, solange es nicht interpretiert wird, für die momentane Debatte eigentlich völlig irrevelant. Ob es nun ein Gen gibt, das alle Juden teilen oder nicht, ist mir persönlich völlig egal. Es macht überhaupt keinen Unterschied.

Natürlich bleiben diese Beobachtungen nicht wertfrei, wenn sie interpretiert werden. Man könnte natürlich mit diesem einen gemeinsamen Gen eine Menge Unfug treiben, wie die Frage von Herrn Friedman an Herrn Sarrazin belegt:

Ich habe ihn gefragt, welches spezielle Gen damit gemeint sei und welche Eigenschaften ich aus diesem Gen zu erwarten habe.

Das ist Unfug, aber von Herrn Friedman. Wer hat denn gesagt, dass einem Gen eine bestimmte Eigenschaft zugeordnet ist? Der Mensch hat nur etwa 25.000 Gene, während das Gehirn schätzungsweise 1.000.000.000.000.000 (eine Billiarde) Synapsen hat, von der Komplexität des restlichen menschlichen Körpers ganz zu schweigen. Dann ist es auch noch so, dass die Gene einer Maus zu 95% mit den meinigen übereinstimmen. Rein rechnerisch müssten dann 5% meiner 25.000 Gene alle Eigenschaften, die mich von einer Maus unterscheiden, kodieren: Das sind nur noch 1.250 Gene. Da bleibt nicht viel übrig für das komplexe Gebilde Mensch. Deswegen ist auch die Vorstellung, ein bestimmtes Gen würde eine komplexe Eigenschaft eines Menschen determinieren (also nicht nur die Haarfarbe, sondern so etwas wie Intelligenz), völlig abwegig. Aber diese Vorstellung wird nicht von Herrn Sarrazin propagiert, sondern von seinen Gegnern!

Die Vererbung der Intelligenz

Die Behauptung, Intelligenz sei zu 50% vererbt, ist nicht skandalös, sondern eine salomonische Position: Man nimmt in der uralten nature vs. nurture-Debatte einfach die Mitte ein und sagt, dass die Intelligenz eines Menschen zu gleichen Teilen von seinem Erbgut (nature) wie durch die Umgebung, in der er aufwächst (nurture), beeinflusst wird.

Eine zu 80% vererbte Intelligenz verschiebt zwar die Gewichtung auf den Einfluss der Gene, aber mehr aussagen tut das auch nicht: Man kann mit dieser Prozentzahl nämlich nicht rechnen. Nehmen wir an, wir hätten ein Elternpaar mit einem IQ von jeweils 100. Ferner nehmen wir an, dass sich die Intelligenz zu 80% vererbt. Welchen IQ kann ein Kind dieses Elternpaars maximal erreichen?

Das kann man nicht ausrechnen, weil die anderen 20% die Umgebung des Kindes betreffen, und diese Umgebung ist hochgradig variabel. Ein Kind, dass zu 80% seine Intelligenz geerbt hat, kann genauso klug werden, wie ein Kind, dass seine Intelligenz zu 50% geerbt hat. Es braucht halt etwas mehr Förderung, wenn seine Eltern weniger intelligent waren, und etwas weniger Förderung, wenn seine Eltern intelligenter waren.

Ein genetisch bedingte Oberschranke für die Intelligenz (ein genetischer Determinismus), die durch keine noch so intensive Förderung überwunden werden kann, kann man jedenfalls nicht aus den 50-80% Intelligenzvererbung ableiten. Wohl aber, dass es Menschen gibt, die mit weniger Förderung das Gleiche schaffen können, was andere nur mit mehr Förderung schaffen können. Und das ist Teil der Individualität des Menschen und der Realität, in der wir leben.

Die Angst

Man merkt Herrn Sarrazin die Sorge an, dass seine Nachkommen schon bald Fremde im eigenen Land sein könnten. Aber noch viel größer scheint mir die Angst seiner Gegner zu sein, auch nur einen Gedanken zu denken, der in irgend einem Zusammenhang mit dem dritten Reich stehen könnte (Autobahn!) und Einfluss auf die heutige Realität haben könnte. Und die Angst davor, dass das Ansehen Deutschlands als weltoffenes Land Schaden nehmen könnte.

Das ist zwar kein genetischer Determinismus, aber ein Weltoffenheitsdeterminismus. Und der kann genauso problematisch sein, wie ein genetischer Determinismus, wenn er sich gegen die Menschen richtet. Und so wie momentan eine Überlebenskampf um die Weltoffenheit geführt wird, scheint mir momentan der ohnehin nicht vorhandene genetische Determinismus bei Sarrazin das geringere Übel zu sein.

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36 Kommentare zu Die Gene Sarrazins

  1. normanno sagt:

    Hallo Immanuel,

    Ich möchte hier einfach mal meine Gedanken niederlegen.

    Sich auf dem Feld der Vererbungslehre, als Laie zu versuchen, ist mathematisch überhaupt nicht zu fassen! Das sage ich Dir aus beruflicher Erfahrung!
    Die von Sarrazin so stoisch vorgetragenen Zahlen stimmen sogar definitiv und sagen nur aus mit welchen Grundanlagen ein Neugeborenes auf diese Welt kommt. Zwischen 50 bis 80 % sind dabei tatsächlich festgelegt. Der Irrsinn geht schon einmal damit los, dass daraus eine „zukünftige, weil mathematisch errechnete, Intelligenz“ hergeleitet wird – eben durch Herrn Sarrazin.
    Sogar das Kind debiler Eltern verfügt über diese natürliche „Grundausstattung“.
    Des weiteren können Vererbungsmerkmale auch, zum Beispiel eine Generation überspringen (Augen-, Haarfarbe – Körperstatur, Intellligenz usw.) – dieses Kind kann also ebenfalls das Abitur erlangen, wenn es weitere soziale Komponenten, wie Liebe, Geborgenheit, Vertrauen genau bei seinen „minderbemittelten“ Eltern erfährt. Begünstigend kommt dazu, wenn weitere Faktoren (Großeltern, Onkel, Tante, engagierte Lehrer, usw., usf.) greifen. Im Umkehrschluss kann ein intelligentes Elternhaus mit emotionaler Kälte, Interessen- und Lieblosigkeit gegenüber dem Kind (weil, beispielsweise ungewollt…) genau das Gegenteil bewirken und Anlagen verkümmern lassen – so dass es Lebenslang bei diesen anfänglichen 50% auch in einer Arztfamilie bleiben kann – das erweckt dann Verständnislosigkeit – weil genau hier die natürlich durch Vererbung weitergegebene Intelligenz als selbstverständlich ausbaufähig vorausgesetzt wird.
    Alle Neugeborenen haben beim Betreten dieser Welt eben nur eine begrenzte Anzahl von Gehirnwindungen (diese genannte Prozentzahl), deren Anzahl und
    Tiefe sich in ihrem Leben vermehren wird, anfänglich in dem es spielt, seine Eltern nachahmt – Learning by Doing (Anregungen bekommt – die Prägung auf das Elternhaus ist dabei nicht unwesentlich, nicht irgendwelche Prozente) – damit hat sich Herr Sarrazin in der Tat auf gedankliches Glatteis und Thesen von vor 200 Jahren gewagt – die Erkenntnisse sind inzwischen um einiges fundierter und zudem nicht sein analytisches Metier.
    Zahlen allein lassen hier keine Interpretation zu. Förderung allein bringt auch nicht die gewünschten Ergebnisse. Was aus einem Menschen wird, welche Maßstäbe er erwirbt, nennt sich Erziehung – und zwar zusammengesetzt aus Elternhaus und Gesellschaft. (An welchem Punkt steht die Gesellschaft, wir Alle und die Politik, aktuell in Bezug darauf??? Damit müssen sich Alle Beteiligten eindringlich befassen – das prägt die zukünftige Gesellschaft!!!) Andersartigkeit wird in der heutigen Zeit vorschnell mit Stempeln und Schubladen versehen, statt sich damit auseinander zu setzten.
    Die Pille allein hat im Verständnis so einiges verändert. Wer heute 3 Kinder hat, wird schon schief angesehen. In Zeiten vor der Pille waren 5 oder mehr Kinder auch in Deutschland etwas ganz Normales. Jetzt wird genau das, wenn man sich dafür entscheidet, als asozial gewertet. Kinder muss man sich „leisten“ können, Kindern muss man was „bieten“ können… was für ein horrender Quatsch: Kinder muss man immer noch haben wollen, willkommen heißen und von Herzen lieben!!!
    Zuverlässigkeit und Beständigkeit, nach bestem Wissen und Gewissen erziehen – mehr brauchen Kinder nicht.
    Als Atheist meine ich – auch ein schönes Betätigungsfeld für die Kirche…
    Eigentlich menschliche Selbstverständlichkeiten gehen immer mehr in die Knie – lieber wird mit dem Finger auf Andere gezeigt, bevor man den Misthaufen vor der eigenen Tür zur Kenntnis nimmt.
    Anschaffen und leisten können ist ein Maßstab, denn ich für ein Auto anlege!!!
    Von daher kann ich auch Herrn Sarrazin nicht wirklich nachvollziehen – muss ich ja auch nicht…
    Ich verweise darauf, dass hochintelligente Kinder ebensolche „Ausfälle“ haben können, wie die aus schwierigen Verhältnissen – nur weil Elternhaus und Schule auf Grund eigener Erfahrung und Intelligenz (auch unter den Intelligenten) überhaupt nicht in der Lage sind, dieses Genie vor ihren Augen zu erkennen. Aus lauter Unterforderung passiert dann das, was man „unerzogen und lernunwillig“ nennt – wenn diese Hochbegabten unerkannt bleiben, werden sie im Laufe ihres persönlichen Werdeganges tatsächlich nicht die Leistungen erreichen, da sie ständig aus dem Umfeld entfernt werden, denn sie treten oftmals als wirkliche, nervige „Störenfriede“ auf und werden im Endeffekt, möglicherweise nur Lagerarbeiter…
    Ein weiterer Aspekt: beklagt Sarrazin denn, dass heute zunehmend durch die Pharmaindustrie der sogenannte „Zappelphillipp“ hochstilisiert wird, nur weil niemand mehr eine Idee hat, wie diese „überbordenden“ Kinder zur richtigen körperlichen Abarbeitung gelangen – nein – diese Mühe wird sich nicht gemacht. Statt dessen gibt es bunte Pillen, die diese Kinder in das „Dämmerland“ schicken und so auch die Aufnahmefähigkeit begrenzen. Es ist unstrittig, dass es den echten Zappelphillipp gibt, ich wage keine Prognose, wie hoch die Dunkelziffer der so falsch behandelten Kinder ist, weil im Grunde niemand mehr die Lust verspürt, sich von kindlichen „Nervensägen“ am eigenen Nervenkostüm herumschrauben zu lassen. Für mich ist auch dies ein Beweis, wo die Gesellschaft inzwischen, allein mit dem Punkt Duldsamkeit und Gelassenheit angekommen ist. Das geht zu Lasten einer heranwachsenden, neuen Generation. Es geht im Grunde genommen, trotz allem Fortschritt, gessellschaftlich immer Rückschrittlicher zu. Kinder haben immer mehr zu „funktionieren“, Leistung zu erbringen, bestmöglichst auf die Erlangung des Abiturs ausgerichtet zu sein – aber einfach nur Kind und nicht gedrillt zu werden, in Kauf nehmen, dass dieses Kind kein Intelligenzler wird – aber eine glückliche, zufriedene Kindheit mit liebenden Eltern hat – wer toleriert denn so ein Verhalten denn noch??? Gibt es dafür nicht inzwischen die Schublade mit der Aufschrift „asozial“???
    Von daher – es ist in der Tat eine „Arena“ in der Herr Sarrazin nicht zu Hause ist und deshalb auch wirklichen Fachleuten überlassen sollte – da hat nun mal der Herr Yogeshwar Recht!
    Wie gesagt – ich habe da berufliche Erfahrungen und bin über diesen Teil von Herrn Sarrazins Schlussfolgerungen mehr, als nur entsetzt.

  2. Immanuel sagt:

    Der Irrsinn geht schon einmal damit los, dass daraus eine “zukünftige, weil mathematisch errechnete, Intelligenz” hergeleitet wird – eben durch Herrn Sarrazin.

    Nenn mal die Quelle dieser Aussage. Ich habe sie bisher noch nicht von Herrn Sarrazin gehört, habe das Buch aber auch gerade erst angefangen. Kannst du mir sagen, wo das steht?

  3. normanno sagt:

    Er zitiert in seinem Buch eine Frau Dr. Elsbeth…. (leider weiß ich den Nachnamen nicht, die als anerkannte Coryphäe auf diesem Gebiet gilt) – darauf wurde sich bei Frank Plasberg bezogen und eine schriftliche Stellungnahme der Frau Dr. über eine Monitoreinblendung mit Bild und Namen gezeigt und verlesen, dass Herr Sarrazin aus diesen Fakten und Zahlen Rückschlüsse zieht, die nicht haltbar sind und sich zukünftige Intelligenz nicht errechnen lässt. Seine Aussage danach war, dass er die Erhebungen aber genau studiert hätte… und das Beharren auf die Richtigkeit seiner (mathematischen) Schlussfolgerungen. Demnach muss das Buch ja Passagen darüber enthalten…
    Diese Frau (Schweizerin) muss namentlich des öfteren im Buch auftauchen, wie Plasberg und Sarrazin übereinstimmend sagten… vielleicht findest Du den richtigen Namen über diesen Umweg – es tut mir leid… besser kann ich es Dir derzeit wirklich nicht sagen.
    Leider habe ich bemerkt, dass eben diese Passage von Hart aber Fair im Anschluss nach der Ausstrahlung ersatzlos herausgestrichen hat – das finde ich nun wieder vom Sender: Hart – aber Unfair! 😉 Ich wollte mich am Tag nach der Ausstrahlung eingehender über die Frau Dr. kundig machen… leider kein Hinweis mehr zu entdecken – auch die Gesprächsrunde wurde im Nachhinein diesbezüglich „geschnitten“…

    Du wirst das Buch (zu dessen Erwerb ich Dich beglückwünsche) wirklich lesen müssen. Im Text und Quellenangabe sollte der vollständige Name enthalten sein.

    Zum Buch: auch mich „juckt“ es ja, mir das Buch zu kaufen – nur um mir eine eigene Meinung zu bilden. Leider stehe ich auf absolutem Kriegsfuß mit Statistiken und Zahlen, da ich Statistik eher für die Ermittlung eines statischen Zufallswertes halte – Interpretationen in alle möglichen Richtungen inclusive. Das ist mir einfach zu trockenes Terrain, um daraus für mich etwas abzulesen (kann man sicher, wenn man nicht dabei einschläft) – so gesehen bin ich auf Deine „Rezension“ gespannt – vielleicht ist der gescholtene „Zahlenfreak“ ja doch nicht sooo ausgeprägt vorhanden, wie ich derzeit mutmaße.
    Für mich erstaunlich ist Deine Fähigkeit, den Blickwinkel zu wechseln. Das macht es so interessant, Deinen Gedankengängen zu folgen. Man muss sich ja nicht selbst dran halten – aber das Nachdenken regt es auf alle Fälle an. Bei mir jedenfalls.

    Bei Deiner Schilderung vom Lesen in der U-Bahn kann ich nur bestätigen – mich hätten auch spontan die Skrupel gepackt… ja – man macht sich irgendwie mit zum „Mitschuldigen“ und weiß gar nicht warum…

  4. Julius sagt:

    Hallo,
    ich möchte nur kurz einen Hinweis geben, welche Frau gemeint ist.

    Mit Sicherheit nämlich Elsbeth Stern (http://www.ifvll.ethz.ch/people/sterne), die in der Zeit ja ein schönes Interview gegeben hat (http://www.zeit.de/2010/36/Intelligenz-Sarrazin)

    Viel Erfolg auf dem Weg zur Wahrheit,
    Julius

  5. Immanuel sagt:

    @normanno: Herr Sarrazin hat nie, weder in den Medien noch in seinem Buch (das ich jetzt gelesen habe), behauptet, man könne eine “zukünftige, weil mathematisch errechnete, Intelligenz” berechnen. Er sagt lediglich, dass Erbfaktoren bei der Frage des Entfaltungspotentials des menschlichen Intellekts neben Umwelteinflüssen auch eine Rolle spielen. Das Ergebnis ist aber nicht eine begrenzte oder gar determinierte Intelligenz, sondern eine Wahrscheinlichkeitsverteilung, die sich völlig mit dem deckt, was der gesunde Menschenverstand schon sagt: Es gibt Menschen, die ein bestimmtes Ziel leichter erreichen, als andere. Der eine läuft von Haus aus schneller, der andere singt von Haus aus lauter, ein anderer dafür viel schöner, ein anderer rechnet von Haus aus schneller. Jemand, der sich leicht tut, schnell zu laufen, wird trotzdem langsamer als ein Unbegabterer laufen, wenn er nicht wie dieser hart trainiert. Wenn aber beide gleich hart trainieren, wird der Begabtere gewinnen. Mehr sagt Herr Sarrazin nicht.

    @Julius: Danke für den Link zu Frau Sterns Interview. Die Argumentation Sarrazins dafür, dass Deutschland „auf natürlichem Wege durchschnittlich dümmer“ wird, ist aber überhaupt nicht an eine Erbkomponente der Intelligenz gekoppelt. Wenn ein Kind nicht gefördert wird, wird es unabhängig von der genetischen Veranlagung gegenüber anderen Kindern vermutlich Nachteile haben, wenn diese gefördert werden. Und es ist nach wie vor so, dass die Eltern die ausschlaggebendsten Personen im Leben eines Menschen für dessen Förderung sind. Da kann auch eine staatlich verordnete Bildungsoffensive nichts daran ändern. Frau Stern sagt:

    Aus Erblichkeit und Fertilität im Dreisatz auf eine drohende Verdummung zu schließen, wie Thilo Sarrazin es tut, ist mit einer komplexen Anlage wie Intelligenz schlicht nicht möglich und ignoriert zudem die vielfältigen sozialen Einflüsse. Es wird zu keinem Einbruch des Durchschnitts-IQ in Deutschland kommen, wenn Menschen, die sich in der unteren Hälfte der Intelligenzverteilung befinden, mehr Kinder haben.

    Herr Sarrazin wendet den Dreisatz nicht an, den Frau Stern ihm vorwirft. Frau Stern sagt aber:

    Erreicht ein deutschstämmiger rundum geförderter Akademikersohn, »nur« einen durchschnittlichen IQ, ist davon auszugehen, dass seine Gene einfach nicht mehr hergeben. Wird hingegen bei einer türkischstämmigen Tochter aus bildungsfernem Hause derselbe Wert gemessen, ist anzunehmen, dass sie ihr genetisches Potenzial nicht optimal in Intelligenz umsetzen konnte. Unter besseren Bedingungen hätte sie wohl einen höheren IQ erzielt. Bei den Kindern mit Migrationshintergrund ist also mehr verborgenes Intelligenzpotenzial zu finden als bei den deutschstämmigen Kindern.

    Man kann Herrn Sarrazin meinetwegen als Ideologen bezeichnen, aber Frau Stern steht ihm dann in nichts nach: Probleme bei Migranten sind lediglich auf die Bildungsungerechtigkeit in Deutschland zurückzuführen, niemals auf die Gene oder die Eltern. Diese Aussage ist weder wissenschaftlich gestützt noch führt sie zu irgendwelchen Problemlösungen. Sarrazin argumentiert differenzierter, als es Frau Stern tut.

    Bezüglich der von dir angesprochenen Wahrheit: Ich denke, dass die Wahrheit sich in dem Moment, wo ein Mensch sie ergreift, um sie zu besitzen, sich in die Lüge verwandelt. Und das ganz unabhängig davon, wie intensiv sie gesucht wurde. Insofern bleibe ich lieber Wahrheitssucher anstatt Wahrheitsbesitzer.

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