Der Staat und die Nächstenliebe

In der Integrationsdebatte wird so wie auf Herrn Sarrazin wegen seiner Gene auf die Politik wegen ihrer Versäumnisse in der Integrationspolitik eingeschlagen. Aber das, was ich an anderen Menschen kritisieren kann, ist meistens nur ein Spiegel meiner selbst. Genauso ist die Politik, die von der Bevölkerung kritisiert wird, nur ein Spiegel der Bevölkerung selbst und nicht etwas der Bevölkerung Fremdes. Wenn zwischen der Politik und der Bevölkerung ein Graben zu sehen ist, dann ist das nicht der Graben zwischen zwei Klassen, sondern ein Graben in der Bevölkerung selbst und damit in jedem einzelnen von uns (natürlich gibt es eine stochastische Verteilung, einige haben den Graben stärker, andere weniger).

Warum ist Integrationspolitik eigentlich schief gelaufen? Ist es überhaupt so schwierig? Meines Erachtens ja, denn in der Integrationspolitik der westlichen Welt findet eigentlich eine Auseinandersetzung mit dem wohl bekanntesten christlichen Grundsatz statt:

Liebe deinen Nächsten wie dich selbst!

In einer etwas allgemeineren, weniger auf die Liebe bezogenen Form, ist dieser Grundsatz in der Goldenen Regel enthalten:

Behandle andere so, wie du von ihnen behandelt werden willst.

In Immanuel Kants Kategorischem Imperativ wird dieses Prinzip auf die Gesetzgebung ausgeweitet:

Handle so, dass die Maxime deines Willens jederzeit zugleich als Prinzip einer allgemeinen Gesetzgebung gelten könne.

Der Kategorische Imperativ ergibt zusammen mit Karl Poppers kurzer Definition von politischer Freiheit1 die beste mir bekannte Definition der modernen Rechtsstaatlichkeit (manchmal auch missverständlich als „Demokratie“ bezeichnet):

Wir sind frei, wenn wir unsere Herrscher ohne Blutvergießen loswerden können.

Worin besteht aber nun die Schwierigkeit beim Gebot der Nächstenliebe, wenn es sogar in die moderne Rechtsstaatlichkeit Eingang gefunden hat? Das soll im Folgenden erläutert werden:

Jeder Mensch hat einen Körper, in dem eine Seele wohnt. Ist der Körper krank, leidet auch die Seele. Jeder Mensch wiederum hat eine Familie, wie die Seele den Körper hat. Ist die Familie krank, leidet auch der Mensch. Eine Familie wohnt in einem Haus, so wie die Seele im Körper wohnt. Regnet es durchs Dach, leidet die Familie.

Liebe deinen Nächsten wie dich selbst bedeutet, dass ich meinem Nächsten soviel Liebe entgegenbringen soll, wie ich mir entgegenbringe. Hasse ich mich selber (habe also keine Liebe für mich), verletze ich das Gebot in gewissem Sinne auch dann nicht, wenn ich andere nicht liebe.

Das bedeutet, dass ich anderen nur geben kann, was ich selber habe (in monetärer Hinsicht ist das offensichtlich). Regnet es durch mein eigenes Dach, muss ich mein eigenes Dach reparieren, bevor ich das Dach meines Nachbarn repariere. Bevor ich versuche, die Ehe anderer Paare zu retten, muss ich meine Ehe retten. Großes Leid existiert in der Christenheit (und in all ihren Erben wie der modernen Rechtsstaatlichkeit), wenn diese Reihenfolge nicht berücksichtigt wird, und Menschen, die selber in der Wüste am verdursten sind, ihr Wasser anderen geben, und am Ende jeder verdurstet ist. Anstatt dass einer das Wasser an sich genommen hätte und Hilfe geholt hätte, um die anderen zu retten.

Eine globale Gesellschaft kann erst dann funktionieren, wenn eine nationale Gesellschaft funktioniert. Die nationale Gesellschaft kann nur funktionieren, wenn regionale Gesellschaften funktionieren. Eine regionale Gesellschaft kann nur funktionieren, wenn kommunale Gesellschaften funktionieren. Und dann kommt der Familienverband, der einzelne Mensch mit seinem Körper und am Schluss dessen Seele. Diese Zusammenhänge aufgrund einer Globalisierungsverherrlichung oder eines Multikulti-Traums zu missachten, bedeutet den Zerbruch aller dieser Gesellschaften und damit am Ende den Zerbruch jeder einzelnen Seele.


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36 Kommentare zu Der Staat und die Nächstenliebe

  1. Sergej sagt:

    @Immanuel: „Aber das, was ich an anderen Menschen kritisieren kann, ist meistens nur ein Spiegel meiner selbst.“

    Ist mit dieser Zitat das Spiegelbild als das gleiche Bild gemeint oder vielleicht ein Spiegelbild in Sinne von „Umkehrbild“ zu verstehen? Das sind doch eigentlich zwei Gegensätze.

    Man merkt, dass es hier schon anfängt, denn man zitiert gerne und meint die Aussagen genau richtig verstanden zu haben. Man zitiert die Bibel oder Koran und meint genau das Richtige zu verstehen.

    Doch das lesen allein ist nicht ausreichend, denn man muss auch verstehen, was tatsächlich gemeint ist. Und dazu kommt noch, dass kein Autor so perfekt ist, dass er seine Gedanken richtig in Worte fassen kann, ohne dass sie jemand missversteht. Man kann oft Dinge mehrdeutig interpretieren, da braucht man nur die Umstände zu verändern. Daher werden wir es nie erfahren, wenn der Autor nicht mehr da ist, was er tatsächlich mit seinen Aussagen gemeint hat.

    Viele zitieren gerne Bibel, dabei ist die Bibel selbst voll von Zitaten. Man kann oft nur erahnen was man mit diesen Zitaten gemeint hat, da ist sich nicht mal die Kirche einig. Was gibt’s den da noch zu diskutieren? Man soll es lieber gleich lassen und die Antworten bei sich suchen.

    Es gibt einen Graben in der Gesellschaft, der von solchen Leuten wie Sarrazin in den Köpfen der Menschen „hervorgerufen“ wird. Der zeigt uns, dass da ein Graben ist, ich sehe aber keinen. Wenn jeder den Graben einfach aus seiner Phantasie entfernt und nicht immer dazu denkt, der wird frei von allen Vorurteilen sein. Der wird sofort sehen, was zu tun ist und wo genau die Schwächen der Gesellschaft sind.

    Es ist wahrscheinlich Evolutionsbedingt, dass wir jedem Fremdling automatisch eine „Identifikationsnummer“ vergeben. Man versucht die Unterschiede der „unbekannten“ Menschen zu definieren. So bekommt jeder Neue in einer Schulklasse einen Spitznamen, so versucht man die „neuen“ Menschen in der Bevölkerung von den Bekannten zu unterscheiden und zu klassifizieren. Sei es eigene Mitmenschen, die durch die Mauer in Vergessenheit geraten sind oder die aus dem anderen Land, die man vorher nicht gesehen hat.

    Wo sind denn die Kennenlerngespräche, die den unterschiedlichen Kulturen den Weg zueinander verdeutlichen und sich mit gemeinsamen Interessen auseinander setzten und nicht mit den Unterschieden? Wo sind die tatsächlichen Integrationsmaßnahmen, die sich mit den Menschen und ihrer Identität beschäftigen und nicht mit ihrer Arbeitsfähigkeit und späteren Zahlkraft?

    Den Graben haben wir in unseren Gedanken, in allen Medien, die für viele leider schon die eigenen Gedanken sind. Man soll aber bei sich anfangen, man soll selbst anfangen selbständig zu denken. Statistik ist für Narren da, die einen Anhaltspunkt für eine beliebige These brauchen. Da die Zahlen immer relativ zu verstehen sind, kann man jede Statistik als positiv oder negativ aufbereiten. Es kommt auf den Blickwinkel an. Ich komme aus der Werbebranche, ich kenne es sehr gut.

    Das mit der Nächstenliebe ist ein guter Grundsatz. Wenn wir eine typisch deutsche Familie nehmen und mit einer typisch türkischen Familie vergleichen werden wir erkennen, wie eng die einen und wie weit auseinander die anderen leben. Wie soll man über das ganze Land urteilen, wenn man nicht mal mit der eigenen Familie klar kommt.

    Warum gibt es in Deutschland so viele Singles? Ich glaube das liegt an einer sehr schlechten Kompromissbereitschaft, an mangelnden Verständnis und Akzeptanz des Anderen. Wie kann man mit seinem Nachbarn gut zusammen leben, wenn man nicht mal mit seinem Partner zu Recht kommt?

    Daher ist es wichtig, dass die einen es als Problem erkennen und die anderen die Ursachen dafür sehen. Und man versucht einen Mittelweg zu finden, der genau das Richtige ist.

  2. Im Ansatz guter Beitrag!
    Man kann sich sicherlich drauf einigen, daß die Sarrazin-Debatte in weiten Teilen auch mehr ein Symptom als ein Lösungsansatz ist.
    Ich denke aber, das der eigentliche Graben da sitzt, wo wir bequem sind – als Person wie als Gesellschaft. Am Beispiel Migranten: Es war lange bequemer sich nicht um das Thema zu scheren. Und als die Probleme akut wurden, wars bequemer auf die anderen als die Schuldigen und die, die sich ändern müßten, zu zeigen. Das gilt sowohl für Aufnahmegesellschaft wie die Migranten.
    Tiefergehend verlangt die globalisierte Gesellschaft von den Menschen eine Hinterfragung ihrer Werte. Früher gute, naheliegende Werte können unter veränderten Umständen auf einmal Balast oder gar schädlich sein. Aber welche Werte sind das? Sollte und kann man sich von ihnen trennen? Das fällt vielen Menschen schwer, vielen erscheint es wie Verrat. Das steckt dahinter, wenn Sarrazin und verwandte Geister wettern, sie wollten nicht, daß ihr Kinder und Enkel in einem „undeutschen“ Deutschland leben.
    Umgekehrt macht diese Problematik vielen Migranten die Anpassung an Aufnahmegesellschaften schwer.
    Letztlich fürchten die Menschen, sich selbst zu verlieren, weil sie glauben, sich durch zu Werten verbrämten Ansichten definieren zu müssen. Das errichtet Gräben im Kopf und Balken in der Optik. Konflikte – vorprogrammiert.

    Gesellschaften zerfallen dann, wenn diese Gräben im Kopf die Menschen darin hindern, mit neuen Problemen fertig zu werden und sie zu lösen.
    Das ist dann noch gar nicht mal metaphysisch oder ähnliches, sondern oft harte Ökonomie.
    Diesen Zusammenhang hat Jared Diamond in seinem Buch „Kollaps – Warum Gesellschaften überleben oder untergehen“ erarbeitet, an historischen Beispielen wie Osterinsel-Kultur, Mayas, Grönland-Wikinger etc. Hab ich neulich erst gelesen,
    deswegen komm ich so auf diesen Gedankengang 😉

    Yoho, Pirat

  3. Immanuel sagt:

    @Sergej:

    Ist mit dieser Zitat das Spiegelbild als das gleiche Bild gemeint oder vielleicht ein Spiegelbild in Sinne von “Umkehrbild” zu verstehen? Das sind doch eigentlich zwei Gegensätze.

    Den Satz habe ich geschrieben, es handelt sich nicht um ein Zitat. Ich habe das Spiegelbild als das gleiche Bild gemeint, nicht einen Gegensatz.

    Und dazu kommt noch, dass kein Autor so perfekt ist, dass er seine Gedanken richtig in Worte fassen kann, ohne dass sie jemand missversteht.

    Es ist als Autor nicht möglich, einen Text so zu formulieren, dass er nicht missverstanden werden kann. Das liegt an der Funktionsweise der natürlichen Sprache: Es gibt keine „wasserdichten“ Texte, wie ich in der Diskussion zu meinem Beitrag Rezeption von Aussagen (Auflösung) auch zu belegen versuche.

    Viele zitieren gerne Bibel, dabei ist die Bibel selbst voll von Zitaten. Man kann oft nur erahnen was man mit diesen Zitaten gemeint hat, da ist sich nicht mal die Kirche einig. Was gibt’s den da noch zu diskutieren?

    Es gibt etwas, das mündliche Überlieferung genannt wird. Diese ist naturgemäß um ein Vielfaches umfangreicher als die zugehörige schriftliche Überlieferung, weil sie die Reflexion über die schriftliche Überlieferung darstellt. Aber jede Reflexion über komplexe Zusammenhänge ist per Definition unvollständig, so dass immer etwas zum Diskutieren bleibt ;-). Die beste mündliche Überlieferung ist übrigens die, die nicht eine weiterführende Reflexion unterbindet, sondern sie unterstützt. Glaubenssysteme, die eine mündliche Überlieferung ablehnen, tendieren hingegen zu einer Unterbindung von zu viel Reflexion, weil zu weitführende Reflexion den Rahmen des bereits Etablierten sprengen könnte, der durch die ausschließlich schriftliche Überlieferung halt sehr eng gesteckt ist.

    Wenn jeder den Graben einfach aus seiner Phantasie entfernt und nicht immer dazu denkt, der wird frei von allen Vorurteilen sein.

    Wenn unsere Sozialsysteme kaum noch finanziert werden können, siehst du es dann als Phantasie an, wenn man Sorge hat, dass Deutschland aufgrund des außergewöhnlichen Sozialsystems eine hohe Attraktivität für Menschen hat, die in anderen Ländern bitter hart um ihre Existenzgrundlage kämpfen müssten, wogegen sie in Deutschland von der Gesellschaft getragen werden, wenn sie nicht einfach einen Job finden?

    Warum gibt es in Deutschland so viele Singles? Ich glaube das liegt an einer sehr schlechten Kompromissbereitschaft, an mangelnden Verständnis und Akzeptanz des Anderen. Wie kann man mit seinem Nachbarn gut zusammen leben, wenn man nicht mal mit seinem Partner zu Recht kommt?

    Ich pflichte deiner Beobachtung bei. Aber stellt sich dann nicht die Frage, was die kulturellen Gründe für schlechte Kompromissbereitschaft, mangelndes Verständnis und Akzeptanz des Anderen sind?

  4. Immanuel sagt:

    @Edelweisspirat:

    Tiefergehend verlangt die globalisierte Gesellschaft von den Menschen eine Hinterfragung ihrer Werte. Früher gute, naheliegende Werte können unter veränderten Umständen auf einmal Balast oder gar schädlich sein. Aber welche Werte sind das? Sollte und kann man sich von ihnen trennen?

    Ich gebe dir vollkommen recht. Die Fragen die sich mir dadurch aber stellen: Was sind Werte? Woher kommen Werte, wer definiert sie? Haben wir ein grundsätzliches Problem mit Werten?

  5. gabalis sagt:

    Nachdem ich in den letzten Tagen viel über Herrn Sarrazin und seine Auftritte gelesen habe, las ich heute folgendes in der Bibel:

    Wenn dein Bruder verarmt neben dir und sich nicht mehr halten kann, so sollst du ihm Hilfe leisten, er sei ein Fremdling oder Gast, damit er bei dir Leben kann. Du sollst keinen Zins noch Wucher von ihm nehmen, sondern sollst dich fürchten vor deinem Gott, damit dein Bruder neben dir leben kann. (3. Mose 25:35-36).

    Natürlich kommt das aus dem AT, aber schon hier ist das Prinzip der Nächstenliebe erkennbar. So weit hat es unser Sozialstaat gebracht, dass Fremdlinge und Gäste hier leben können – und zwar sehr gut, verglichen mit dem, was sie hinter sich gelassen haben -, auch wenn man kaum sagen kann, dass dies aus Liebe geschieht, sondern aus humanistischen Erwägungen (die allerdings nur auf christlichem Boden aufkommen konnten). Die Bibel geht hier allerdings von der Verantwortung aus – derjenige wollte nicht verarmen, es ist aber trotz aller Anstrengung seinerseits passiert. Die wenigsten, denke ich, hätten ein Problem damit, in einem solchen Fall zu helfen. Probleme entstehen nur dann, wenn der Gast oder Fremdling die Hilfe ausnutzt – und gesetzlich das Recht dazu hat (s. dazu einen Leserbrief in der SZ von heute, seite 42: „Unsere Familie Genc …“; die zugrundeliegende Geschichte ist allerdings rechtlich etwas kompliziert).

  6. Immanuel sagt:

    @gabalis:

    Natürlich kommt das aus dem AT, aber schon hier ist das Prinzip der Nächstenliebe erkennbar.

    Entschuldige meine Spitzfindigkeit, aber kann es sein, dass es Teil der christlichen mündlichen Überlieferung ist, dass die Nächstenliebe im NT mehr Bedeutung hat als im AT? In 3. Mose 19, 18 steht:

    Du sollst nicht Rache üben, noch Groll behalten gegen die Kinder deines Volkes, sondern du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst! Denn ich bin der HERR.

    Jesus hat die Nächstenliebe nicht erfunden, sondern das AT zitiert, insofern sehe ich keine Basis für die christliche Annahme, dass die Nächstenliebe eine Errungenschaft des NT ist.

    Das aber nur am Rande, eigentlich wollte ich eine Frage stellen, anstatt einen Vortrag zu halten: Wie würdest du den von dir zitierten Bibelvers interpretieren, wenn nicht nur mein Bruder verarmt, sondern ich selbst verarmt bin?

  7. gabalis sagt:

    Nein, natürlich nicht. Es ist mir beim Lesen dieser Stelle aufgefallen. Es ist mir auch klar, dass Jesus die Nächstenliebe aus dem AT hat, wenn nicht aus der von mir zitierten Stelle. Zugegeben, es ist ein bisschen zu kurz gedacht gewesen.
    Um deine Frage zu beantworten: ich glaube, es macht keinen Unterschied, ob ich verarmt bin oder nicht. Nur die Hilfe, die ich geben kann, wird wohl nicht so groß sein, wie wenn ich nicht verarmt wäre.

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